30.06.2017

Die neue LEI Nummer für Wertpapiergeschäfte von Unternehmen

Ab dem 01.01.2018 ist der Ankauf bzw. Verkauf von Wertpapieren durch Unternehmen bzw. Vereine, gemäß Artikel 26 der europäischen Finanzmarktverordnung ein aktiver Legal Entity Identifier (LEI) erforderlich, sonst darf die Bank das Wertpapiergeschäft nicht durchführen.

Da wurde wieder eine Geldmaschine für ein unnötiges Amt erfunden.
Unternehmen können ab 2018 nur dann Wertpapiergeschäfte durchführen, wenn sie eine sogenannte LEI-Nummer haben. Dabei handelt es sich um eine standardisierte 20-stellige Kennnummer, die weltweit eine eindeutige Identifizierung von Teilnehmern am Finanzmarkt (beispielsweise protokollierte Unternehmen, Banken oder Investmentfonds) ermöglicht.

Die Bank muss in ihrer Meldung ihren Kunden vor der Ausführung einer Transaktion identifizieren, das heißt sie muss vor Ausübung einer Transaktion sicherstellen, dass der Kunde über einen aktiven LEI verfügt.

Europas größte Vergabestelle für den LEI ist WM Datenservice Deutschland. Als lokaler Servicepartner steht die Oesterreichische Kontrollbank Aktiengesellschaft (OeKB) zur Verfügung www.oekb.at/lei/. Eine vollständige Liste aller LEI-Vergabestellen ist abrufbar unter www.leiroc.org/lei/how.htm .

Um einen LEI zu beantragen bzw. einen bestehenden LEI zu verlängern, wurde durch WM Datenservice die Webseite www.wm-leiportal.org eingerichtet.

Dort legen Sie bei erstmaliger Beantragung einen Account an und bestätigen Ihre E-Mail-Adresse.
Dann bestellen Sie Ihren LEI im WM-LEIPORTAL.
Im Anschluss erhalten Sie eine Rechnung per E-Mail. Nach Eingang Ihrer Zahlung prüft die OeKB Ihren österreichischen LEI-Datensatz.
Nach positiver Prüfung erhalten Sie den Ihnen zugeteilten LEI per E-Mail. Dieser ist ein Jahr gültig und muss jedes Jahr verlängert werden.

Um ab 01.01.2018 uneingeschränkt Wertpapiertransaktionen abwickeln zu können, beantragen Sie rechtzeitig Ihren LEI. Die Wartezeit beträgt drei bis vier Monate.