24.05.2018

Aluminiumerzeugnissen unterliegen besonderem Überwachungsverfahren

Für die Einfuhr von Aluminiumerzeugnisse aus Drittländern mit einem Nettogewicht von mehr als 2.500 kg wird seit 12. Mai 2018 eine separate Einfuhrlizenz (Überwachungsdokument) benötigt.
Mit 12. Mai 2018 setzt die Europäische Kommission per Verordnung (VO 2018/640) ein Überwachungsverfahren für Einfuhren von diversen Aluminiumerzeugnissen ex Kapitel 76 der Zolltarifnummern (TARIC) aus Drittländern mit Ausnahme von Norwegen, Island und Liechtenstein in Kraft.

Betroffen sind ausschließlich die folgenden Aluminiumerzeugnisse: Aluminium in Rohform (7601), Stangen und Profile (7604), Draht (7605), best. Bleche u. Bänder (7606), Folien (7607), Rohre (7608), Fittings (7609) und best. andere verarbeitete Waren (7616 99). Die aktuelle Liste der betroffenen Zolltarifnummern enthält der Anhang I der Verordnung.

Bei der Einfuhrzollabfertigung aus Drittländern der genannten Waren ist ab 12.5.2018 grundsätzlich eine eigene Einfuhrlizenz (Überwachungsdokument) vorzulegen. Es ist für jede Zolltarifnummer (TARIC) ein gesondertes Überwachungsdokument erforderlich. Ausgenommen sind Mengen mit einem Nettogewicht von nicht mehr als 2.500 kg je Zolltarifnummer (TARIC).

Die EU-weit gültige Einfuhrlizenz (Überwachungsdokument) wird von den zuständigen Behörden der Mitgliedstaaten (in Österreich: BMDW, Abteilung C 2/9) gebührenfrei ausgestellt und ist für einen Zeitraum von 4 gültig.
Die Antragstellung erfolgt entweder mittels elektronischem Verfahren (einmalige Registrierung ist notwendig) oder schriftlich per Formular.

Spediteure benötigen eine Vollmacht des Antragstellers.

Für die Antragstellung wird ein Nachweis über die Herkunft, die Menge und den Preis benötigt. Hierzu dienen beispielsweise Handelsrechnung, Pro-forma-Rechnung, Auftragsbestätigung oder Kaufvertragskopie.

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