Steuerberatung - Unternehmensberatung - Wirtschaftsprüfung

TREUHAND-UNION Österreich

Steuerberatung - Unternehmensberatung - Wirtschaftsprüfung

TU-Journal Nr. 03/2001

LOHNVERRECHNUNG AUF DER TU_HOMEPAGE

Wann haben Sie das letzte Mal die homepage der Treuhand-Union www.treuhand-union.com besucht? Seit kurzem können Sie auf unserer homepage einfache Lohnverrechnungen durchführen. Bei Eingabe des Bruttobetrages wird Ihnen sofort der dazugehörige Nettobetrag angezeigt. Sie können bei der Abrechnung zwischen Angestellten und Arbeitern, sowohl mit oder ohne Alleinverdienerabsetzbetrag wählen. Neben dem Monatsbezug wird auch noch der 13. und 14. Bezug, sowie der Jahresbezug angezeigt.

Unter der Rubrik "Neues - Wichtiges" finden Sie immer aktuelle Informationen. Ein Besuch unserer homepage lohnt sich jedenfalls.

LOHNSTEUERBEFREIUNG FÜR WEIHNACHTSGESCHENKE

In vielen Unternehmen kommt es gerade in der Weihnachtszeit zu Sachzuwendungen an Mitarbeiter. Empfangene Sachzuwendungen (zB Weihnachtsgeschenke) sind bis zu einem Betrag von ATS 2.550,00 (EURO 185,32) innerhalb eines Kalenderjahres lohnsteuerfrei. Sachzuwendungen, die über ATS 2.550,00 (EURO 185,32) hinausgehen, sind lohnsteuerpflichtig. Die Abhaltung einer besonderen Betriebsveranstaltung ist nicht Voraussetzung für die Abgabe von steuerfreien Sachzuwendungen. So ist die Verteilung von Weihnachtsgeschenken auch ohne Betriebsfeier als Veranstaltung im obigen Sinne zu verstehen. Auch Geschenke in Form von (Waren-) Gutscheinen sind als Sachzuwendungen aufzufassen. Als Sachgeschenke gelten auch Geschenkmünzen, die nicht in Bargeld abgelöst werden können. Geldzuwendungen sind immer lohnsteuerpflichtig. Diese Regelung gilt grundsätzlich auch für den Bereich der Sozialversicherung. Nach Ansicht des Bundesministeriums für Finanzen handelt es sich bei einer noch im Jahr 2001 erfolgten Übergabe von EURO-Startpaketen um keine Sachzuwendung, weil die weitergegebenen Euro Münzen bereits kurze Zeit nach der Zuwendung als Bargeld verwendet werden können bzw. dürfen.

TU-TIPP

Lohnsteuerfrei ist weiters die Teilnahme an Betriebsveranstaltungen insoweit, als ein gesamter Jahresbetrag pro Arbeitnehmer von ATS 5.000,00 (EURO 363,36) nicht überschritten wird. Hierzu sind jedoch alle Betriebsveranstaltungen des ganzen Jahres zusammenzurechnen. Wird der Betrag überschritten, ist der Mehrbetrag lohnsteuerpflichtiger Arbeitslohn.

GSVG: BIS 31.12.2001 OPTION AUF BERÜCKSICHTIGUNG DER EINKÜNFTE 1995 - 1997

Bis zum Jahr 1997 wurde die GSVG Beitragsgrundlage aus den Einkünften des drittvorangegangenen Jahres ermittelt. (Basis für 1997 war der Einkommensteuerbescheid 1994) Ab 1998 wurde die Berechnung umgestellt. Es zählen nun die Einkünfte des Beitragsjahres (Basis für 1998 war daher schon das Einkommen 1998). Demnach blieben die Einkünfte der Jahre 1995 bis 1997 auf die Beitragsgrundlagen der Jahre 1998 bis 2000 ohne Auswirkung. Aufgrund einer Übergangsregelung kann bis spätestens 31.12.2001 beantragt werden, dass für die Beitragsbemessung der Jahre 1998 bis 2000 die Einkünfte der Jahre 1995 bis 1997 herangezogen werden. Ein solcher Antrag kann nur für alle drei Jahre gemeinsam gestellt werden.


STEUERTIPPS ZUM JAHRESENDE

Investitionen - Halbjahresabschreibung noch kurz vor Jahresende

Die Absetzung für Abnutzung kann erst ab Inbetriebnahme verrechnet werden. Erfolgt die Inbetriebnahme noch kurz vor Jahresende, steht bei Gewinnermittlung nach dem Kalenderjahr noch eine Halbjahres-AfA zu.

Investitionen - GWG"s

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis ATS 5.000,00 exklusive UST können sofort im Jahr der Anschaffung abgesetzt werden.

Gewinnverwirklichung bei halbfertigen Arbeiten und Erzeugnissen

Halbfabrikate und Teilleistungen sind im Jahresabschluss mit den Herstellungskosten anzusetzen. Der Gewinn wird erst bei Auslieferung der bestellten Produkte bzw. Vollendung des Auftrages verwirklicht. Bei bilanzierenden Unternehmern kann durch Auslieferung im Jänner 2002 der Gewinn in das Jahr 2002 verschoben werden.

Steuersparen durch Vorziehen von Ausgaben und Verschieben von Erträgen

Einnahmen-Ausgaben-Rechner können ihr steuerpflichtiges Einkommen dadurch optimieren, dass sie ihre Betriebsausgaben noch vor dem 31.12.2001 bezahlen und/oder ihre Kunden ersuchen, offene Rechnungen erst nach dem 31.12.2001 zu begleichen.

Spekulationsverluste realisieren

Wer im Jahr 2001 bereits einen steuerpflichtigen Spekulationsgewinn realisiert hat, sollte überprüfen, ob dieser nicht durch Realisierung eines Spekulationsverlustes ausgeglichen werden kann. Zu diesem Zweck könnten zB Aktien, mit denen man derzeit im Minus ist und die in den letzten 12 Monaten erworben wurden, verkauft werden. Der so realisierte Spekulationsgewinn kann dann mit den steuerpflichtigen Spekulationsgewinnen des Jahres 2001 gegenverrechnet werden. Selbstverständlich hindert sie niemand daran, die Aktien einige Tage später wieder zurück zu kaufen.

SOZIALVERSICHERUNG - RESPIROFRIST VON 3 TAGEN

Grundsätzlich gelten Sozialversicherungsbeiträge dann als zeitgerecht entrichtet, wenn sie bis zum 15. des folgenden Kalendermonates auf einem Konto der Gebietskrankenkasse gutgebucht sind. Mit der 58. ASVG Novelle wurde nun im 59 Abs. 1 geregelt, dass bei verspäteter Einzahlung , aber noch innerhalb von drei Tagen nach Ablauf der Zahlungsfrist, diese Einzahlung ohne Verspätungsfolgen bleibt. Fällt einer dieser drei Tage auf einen Samstag, Sonntag oder gesetzlichen Feiertag, so verlängert sich diese Frist auf den folgenden Bankarbeitstag. In der Praxis bedeutet dies, dass es künftig wie bei den Lohnabgaben reicht, wenn der Überweisungsauftrag an die Bank so überreicht wird, dass die Beiträge drei Tage nach dem 15. eines Kalendermonats dem Konto der Gebietskrankenkasse gutgeschrieben werden.


ABSCHAFFUNG DER STEMPELMARKEN

Mit Wirkung vom 1. Jänner 2002 tritt eine Novelle zum Gebührengesetz in Kraft. Die wichtigsten Änderungen sind folgende:

  1. Abschaffung der Stempelmarken als Entrichtungsform, als weitere Entrichtungsform wird die Bezahlung mittels Erlagschein vorgesehen.
  2. Die bisher in Schillingbeträgen ausgedrückten festen Gebührensätze werden in Eurobeträge umgerechnet.
  3. Im Hinblick auf die Abschaffung der Stempelmarken werden auch einige Tatbestände des Gebührengesetzes geändert. Die wichtigsten Änderungen sind:

ü Vollmachten

ü Übersetzungen

ü Rechtsgeschäfte, die unter das Erbschafts- und Schenkungssteuergesetz, Grunderwerbsteuergesetz

ü oder Kapitalverkehrsteuergesetz fallen und

ü von Privatpersonen ausgestellte Zeugnisse (Ausweise, Dienstzeugnisse) sind in Zukunft gebührenfrei.

STEUERABZUG FÜR BAULEISTUNGEN IN DEUTSCHLAND

Ein Ende August beschlossenes Gesetz verpflichtet deutsche Unternehmer als Auftraggeber von Bauleistungen ab 1. Jänner 2002 einen Steuerabzug von 15 Prozent des Rechnungsbetrages vorzunehmen. Der Begriff Bauleistung bezieht sich auf das Baugewerbe und eine Reihe weiterer baunaher Branchen. Der Steuerabzug unterbleibt, wenn die Bauleistung im Kalenderjahr 5.000 EURO nicht übersteigt, der Auftrag von einem privaten kommt oder eine vom zuständigen Finanzamt ausgestellte Freistellungsbescheinigung vorliegt.

TU-TIPP

Da deutsche Auftraggeber diese Freistellungsbescheinigung schon zum Teil vor der Auftragsvergabe verlangen, empfiehlt es sich, rasch zu handeln und die Bescheinigung beim zuständigen Finanzamt zu beantragen. Für österreichische Unternehmen ist das Finanzamt München II, Deroystraße 20, 80335 München, Tel. 00498912520 zuständig. Ein aktuelles Merkblatt kann unter www.wko.at/ooe im Bereich Rechtsservice/Finanz und Steuern abgerufen werden.

NICHTZAHLEN UND NICHT MELDEN IST STRAFBAR

Wenn Unternehmer in finanzielle Schwierigkeiten geraten, ist es fatal, wenn sie auf das Finanzamt "vergessen". Werden die Umsatzsteuer und die Lohnabgaben nicht bezahlt und auch nicht gemeldet, droht nicht nur eine Geldstrafe, sondern möglicherweise auch eine Freiheitsstrafe.

TU-TIPP

Die Strafe lässt sich ganz einfach vermeiden und zwar durch Abgabe einer Umsatzsteuervoranmeldung bzw. durch Meldung der Lohnabgaben innerhalb der gesetzlichen Frist.

Um einen Säumniszuschlag zu vermeiden, sollte man gleichzeitig um Stundung oder Ratenzahlung ansuchen. Der Antrag muss spätestens am Fälligkeitstag eingebracht werden. Die Chancen auf positive Erledigung sind zwar gering, allerdings muss das Finanzamt eine Nachfrist für die Zahlung von zwei Wochen gewähren.


VERBRAUCHERPREISINDEX

VPI VPI VPI VPI
1996=100 1986=100 1976=100 1966=100
Jahres- durchschnitt 2000
Mai 2001 108,0 141,3 219,7 385,5
Juni 2001 108,3 141,6 220,1 386,3
Juli 2001 108,4 141,7 220,3 386,7
August 2001 108,1 141,5 219,9 385,9
September 2001 108,5 141,9 220,5 387,0
Oktober 2001 108,7 142,1 221,0 387,8

Die Werte für den jeweiligen Monat werden auch über den Tonbandkundendienst 01/1544 bekanntgegeben.


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