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Abschaffung der Umsatzsteuer in der Unternehmerkette

Dr. Helmut CZAJKA
Die Zahlung von Umsatzsteuer und der Vorsteuerabzug soll nach einem Plan des Finanzministeriums bei Geschäften zwischen Unternehmern abgeschafft werden.

Das Finanzministerium plant den Entfall der Mehrwertsteuerabfuhr bei Lieferungen zwischen Unternehmern. Hierfür soll eine TAXCARD ausgegeben werden, welche der Unternehmer bei einer Lieferung für sein Unternehmen seinem inländischen Lieferanten bekanntgibt.
Der liefernde Unternehmer stellt zwar eine Rechnung zuzüglich Umsatzsteuer an den Kunden aus, der Kunde bezahlt jedoch nur den Nettobetrag. Es wird also nur mehr fingiert, daß der liefernde Unternehmer die verrechnete Umsatzsteuer entrichtet und der unternehmerische Kunde den Vorsteuerabzug in Anspruch nimmt.
Dies hat den Vorteile, daß in der Unternehmerkette überhaupt keine Vorsteuer mehr fließt und damit
- für die Wirtschaft eine wesentliche Verwaltungsvereinfachung eintritt,
- der teilweise schwierig zu bestimmende Ort der Lieferung gleichgültig ist
- kein Vorsteuerbetrug mehr möglich ist
- das Finanzamt bei Insolvenz eines Unternehmers keinen Einnahmenausfall mehr hat.

Es ist zu hoffen, daß die Vereinfachung schnell umgesetzt wird.

Diese Neuerung wurde auch anläßlich der TU - Tagung in Salzburg im November 2000 mit Hr. Hofrat Nolz diskutiert und bereits in Jahr 1999 in der Zeitung des Bundes österreichischer Steuerzahler durch Dr. Helmut Czajka angeregt.