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Die globale Steuerreform bis 2023

Mag. Harald CZAJKA

In den Verhandlungen im OECD Inclusive Framework am 1. 7. 2021 konnten sich 130 Staaten auf die Eckwerte einer globalen Steuerreform einigen. Lediglich neun, vorwiegend kleinere Staaten äußerten noch Vorbehalte. Die Einigung umfasst damit gut 90 % der weltweiten Wirtschaftsleistung.  

Das Zwei-Säulen-Paket soll sicherstellen, dass große multinationale Unternehmen dort Steuern zahlen, wo sie tätig sind und Gewinne erwirtschaften.

  • Die erste Säule wird eine gerechtere Verteilung der Besteuerungsrechte zwischen den Ländern beinhalten. So sollen Besteuerungsrechte auf die Märkte verlagert werden, wo auch die Umsätze erzielt werden, auch wenn es in diesen Märkten gemäß aktueller Gesetzeslage keine Anknüpfungspunkte für eine Ertragssteuer gibt. Körperschaftsteuern sollen demnach unabhängig vom aktuellen Betriebsstättenbegriff weltweit eingehoben werden dürfen.
  • Die zweite Säule zielt darauf ab, den globalen Steuerwettbewerb um einen niedrigen Steuersatz zu unterbinden. Angedacht ist dabei eine Mindeststeuer für Großkonzerne in der Höhe von mindestens 15 Prozent.

Bis Oktober 2021 sollen die verbleibenden Arbeiten zum Zwei-Säulen-Ansatz abgeschlossen werden. Wirksam umgesetzt werden soll der Plan bis 2023. 

Das Finanzministerium rechnet bei einer internationalen Umsetzung des globalen Mindeststeuersatzes von 15 Prozent mit mindestens drei Milliarden Euro Mehreinnahmen für den österreichischen Staat.

Mag. Harald CZAJKA

Mag. Harald CZAJKA

Wirtschaftsprüfer, Steuerberater

Mag. Harald Czajka wurde im Jahr 2006 zum Steuerberater bestellt und ist seit dem Jahr 2012 beeideter Wirtschaftsprüfer. Sein Haupttätigkeitsfeld ist die umfassende steuerliche Betreuung von KMU in dem sich stetig wandelnden Umfeld. Mag. Czajka war weiters 8 Jahre für die Volksbank Wien tätig und ist Geschäftsführer der TREUHAND-UNION Österreich.